Hydraulik – Druckübersetzer

Immer dann, wenn in einem bestimmten Bereich eines Hydrosystems die Ölsäule mit wesentlich höherem Druck vorgespannt werden soll als es der zur Verfügung stehende Primärdruck eigentlich erlaubt, kommen Druckübersetzer zum Einsatz.

Der Druckübersetzer ermöglicht bei einem Übersetzungsverhältnis von z. B. 1 : 4 gute Systemlösungen für einen Primärdruck von bspw. bis zu 125 bar. Damit der Hochdruckbereich schnell befüllt und rasch dekomprimiert werden kann, flanscht man ein entsperrbares Rückschlagventil unter dem Druckübersetzer.

Wesentliche Funktionsteile eines Druckübersetzers stellen der Übersetzerkolben, der Wippmechanismus, der Wegeventilschieber mit Raste, 4 Rückschlagventile (zur Abtrennung des Niederdruckkreises vom Hochdruckbereich) und das Rückschlagventil in der Tankbohrung (zur Abschottung des Tankbereichs gegen den Primärdruck) dar.

Die Arbeitsfunktion des Druckübersetzers beginnt, sobald der Hochdruckbereich mit dem Druckmedium gefüllt ist. Aufgrund des Flächenverhältnisses bewegt der Niederdruck den Übersetzungskolben und die im Hochdruckbereich stehende Ölsäule wird bewegt. Der Wippmechanismus am Hubende des Übersetzerkolben schaltet den Wegeventilschieber in eine gekreuzte Schaltstellung und aus dem Kolbenstangenraum pumpt der Übersetzerkolben das Hydrauliköl in den Hochdruckbereich. Solange, bis das dem Flächenverhältnis entsprechende Druckverhältnis zu einem Kraftausgleich am Übersetzerkolben führt, wird dieser Vorgang wiederholt. Beginnt der Hochdruck bspw. aufgrund einer externen Leckage zu sinken (hier muss die Förderkennlinie beachtet werden), dann schaltet sich der Druckübersetzer selbständig ab und auch sofort wieder ein. Im Übrigen ist die Schaltgeschwindigkeit des Ventilschiebers abhängig von der Verfahrgeschwindigkeit des Übersetzerkolben.

Alle Angaben ohne Gewähr!

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