Hydraulik – Filter

Hydraulikfilter – Einfüllfilter

Durch die Verwendung sog. Einfüll-Filter wird das Einfüllen von Schmutz mit dem Hydrauliköl verhindert, denn selbst absolut neues Öl kann Schmutzpartikel enthalten.

Um deshalb eine Hydraulikanlage nicht zu sehr mit Schmutzpartikeln zu belasten, sollte der Einfüllfilter feiner sein als die Anlagenfilterung selbst.

Und auch wenn das Einfüllen von Hydrauliköl durch feinmaschige Einfüllfilter zeitaufwändig und mühsam erscheint, sollte keinesfalls der Filter entfernt werden. Ungefiltertes Öl einzufüllen verursacht am Hydrauliksystem Schaden bzw. ggf. den Ausfall.

Deshalb sollte unbedingt immer ein Filter oder eine sog. Befüllpumpe mit bereits integriertem Druckfilter verwendet werden. Wird eine solche Pumpe benutzt, kann der Einfüllfilter entfernt werden, ohne dass das Risiko eindringenden Schmutzes besteht.

Grundsätzlich empfiehlt es sich jedoch, auch die Umgebung des Deckels Ihres Ölbehälters vor dem Öffnen zu reinigen. Auch im Bereich des Deckels könnten sich Schmutzpartikel angesammelt haben, die durch das Öffnen dann ungefiltert in das Hydrauliksystem geraten könnten.

Hydraulikfilter – Rücklauffilter

Am ehesten verbreitet sind Rücklauffilter, sie sind preiswert und lassen eine großzügige Dimensionierung zu. Eingesetzt werden diese Filter für Filter-Feinheiten von 10 – 20 Mikrometer, sie sind ausgelegt für Druckdifferenzen ab 0,5 bar. Rücklauffilter sind i. d. R. serienmäßig mit einem Bypass-Ventil ausgestattet. Das Bypassventil öffnet sich bei Delta p > 3 bar und lässt so den Volumenstrom am Rücklauffilter vorbei fließen. Dadurch wird die Hydraulikanlage vor hohen Staudrücken, die sich u. U. schädlich auf die Funktion einiger Komponenten (bspw. Wegeventil, Druckventil) auswirken könnten, geschützt. Unbedingt sollte hier jedoch vor dem Ventil eine Verschmutzungsanzeige angebracht werden, da sich der Bypass unbemerkt öffnet.

Hydraulikfilter – Saugfilter

Der Saugfilter erscheint als der für eine Hydraulikanlage günstigste Filter. Sie werden als Pumpenschutz in dem Fall eingesetzt, wenn der Behälter z. b. nicht gereinigt werden kann, oder um Feinstfilter vor zu schnellem Verschmutzen zu schützen. Als Saugfilter können auch z. B. Siebkörbe mit einer Maschenweite von 100 Mikrometer angesehen werden, die vor dem Ansaugrohr installiert sind. Allerdings halten diese Siebkörbe nur die gröbsten Verunreinigungen ab.

Allgemein gilt für die Auswahl von Filtern,

… dass die Hydraulikanlage sollte absolut dicht gegen das Eindringen von Schmutzpartikeln sein

… dass darauf geachtet wird, dass die Maschenweite von Einfüllfiltern / Belüftungsfiltern geringer ist als die des Hydraulikfilters ansich

… dass sofort, nachdem Schmutz ins System geraten ist, dieser entfernt wird

… dass umgehend, nachdem Schmutz im System festgestellt wird, dieser entfernt wird

… dass bei der Auslegung von Rücklauffiltern die verschiedenen Flächen von Differentialzylindern beachtet werden – der Volumenstrom ist bei diesen beim Einfahren besonders hoch.

… dass zur wirksamen Verschleißminderung die Maschenweite kleiner ist als die kritische Spalttoleranz

… dass der Hydraulikfilter im größtmöglichen Volumenstrom eingesetzt wird

… dass ggf. besonders sensible Komponenten wie bspw. Servoventile mit einem zusätzlichen Schutzfilter ausgestattet werden

Hydraulik-Filter Lo-Com

Lo-Com | Rücklauffilter, Saugfilter, Entlüftungsfilter

- Alle Angaben ohne Gewähr -

Comments are closed.