Manometer

Manometer

Manometer ermitteln den Betriebsdruck von Hydraulikanlagen.
Im Allgemeinen messen Manometer gegen den Umgebungsdruck, was bedeutet, dass sie den Überdruck anzeigen. Nur sogenannte Unterdruckmanometer messen den absoluten Druck und zeigen mit Null den absoluten Drucknullpunkt an.
Das zentrale Bauteil eines Manometers ist die gebogene Rohrfeder. Diese Feder ist in ihrem Querschnitt abgeflacht, was unter Druck eine Auswölbung bewirkt, so dass es innen durch eine Schubspannung und außen durch eine Zugspannung zur Streckung der Rohrfeder kommt. Der Zeiger wird über eine Zugstange und ein Zahnradgetriebe bewegt.
Manometer müssen gedämpft werden, wenn sie häufigen Lastwechseln und / oder Druckpulsationen ausgesetzt sind. Werden sie nicht gedämpft, dann kann die Lebensdauer der beweglichen Bauteile sehr begrenzt sein. Die Dämpfung der Manometer erfolgt mittels der Glycerinfüllung.
Der Unterschied zwischen zwei Drücken wird durch sog. Differenzdruckmanometer gemessen. Diese Differenzdruck-Manometer enthalten zwei voneinander getrennte und unabhängige Druckmeßsysteme mit einem bewegten Zeiger sowie einer feststehenden Skala einerseits und einer drehbaren Skala andererseits.
Bis zu zehn verschiedene Drücke lassen sich mit einem Manometerwahlschalter abgreifen und einzeln anzeigen. Dies bietet den Vorteil, dass die Drücke zentral über ein Messgerät kontrolliert werden können. Meist ist bei diesen Geräten die Druckanzeige im Drehknopf angebracht. Jeweils ein Messanschluss ist durch einen Drehschieber im Gehäuse des Manometerwahlschalters mit dem Manometer verbunden. Der Drehschieber entlastet das Hydraulikmanometer zwischen den einzelnen Schaltstellungen zum Tank.
Die Auswahl eines Manometers erfolgt in erster Linie nach der Anzeigegenauigkeit. Aus diesem Grund werden sie in sog. Fehlerklassen eingeteilt. Der Anzeigefehler eines Manometers wird als relativer, auf den Skalenendwert bezogener Wert angegeben.

Unterschieden werden folgende Fehlerarten:
- Eichfehlergrenze = Größter zulässiger Fehler im Neuzustand des Manometers
- Verkehrsfehlergrenze = Größter zulässiger Fehler nach bestimmten dynamischen Belastungen

Druckmeßgerät – Genauigkeitsklasse 0,1
Eichfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 0,08
Verkehrsfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 0,1

Druckmeßgerät – Genauigkeitsklasse 0,2
Eichfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 0,16
Verkehrsfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 0,2

Druckmeßgerät – Genauigkeitsklasse
Eichfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/-
Verkehrsfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/-

Druckmeßgerät – Genauigkeitsklasse 0,3
Eichfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 0,25
Verkehrsfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 0,3

Druckmeßgerät – Genauigkeitsklasse 0,6
Eichfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 0,5
Verkehrsfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 0,6

Druckmeßgerät – Genauigkeitsklasse 1,0
Eichfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 0,8
Verkehrsfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 1

Druckmeßgerät – Genauigkeitsklasse 1,6
Eichfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 1,3
Verkehrsfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 1,6

Druckmeßgerät – Genauigkeitsklasse 2,5
Eichfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 2
Verkehrsfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 2,5

Druckmeßgerät – Genauigkeitsklasse 4,0
Eichfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 3
Verkehrsfehlergrenze (in % des Skalenwertes): +/- 4

Alle Angaben ohne Gewähr

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