Interessante Links

Heute möchten wir interessante Forum – Links abgeben:

… zur  Techniker Forum … Ein Forum für Techniker mit vielen interessanten Technik-Tipps, Informationen zu Schulen, Erfahrungen und Diskussionsmöglichkeiten

… zur Landtreff ist ein Forum, auf dem alle Bereiche und Fragen aus dem Agrartechnik-Bereich rege diskutiert werden

… alles zur Hydraulik bei Wikipedia

… zur Berufsgenossenschaft Metall

… zur Gesetzlichen Unfallversicherung

… zum Institut für Arbeitsschutz

… zur IHK Baden-Württemberg mit Ihrem interessanten Bereich Top-Wissenschaft

… zur Datenbank „Technologiebörse“ der Industrie-Handelskammer, bei der Technikfragen veröffentlicht werden können

Bauarten von hydraulischen Speichern

Kolbenspeicher

Vorteile
Die Gehäuseform ist einfach gehalten
Es gibt wenige Kunststoffteile an dieser Speicherart
Der Kolbenspeicher ist für hohe Temperaturen geeignet
Verschleißteile können ausgetauscht werden
Das Nennvolumen ist groß
Der Speicher ist für eine Batterie-Anordnung geeignet
Der Kolben kann überwacht werden

Nachteile
Es ist eine feinste Bearbeitung der Innenwand erforderlich
Die Ansprechzeit des Kolbenspeichers wird durch die Kolbenmasse beeinflusst
Aufgrund der Kolbenreibung besteht eine hohe Hysterese
Die Dichtheit von Gas und Öl ist schlecht, es kann sich u. U. Öl über dem Kolben ansammeln
V = 2 – 400 Liter
P max. = 350 bar

Blasenspeicher

Vorteile
Die Reaktionszeit ist aufgrund der geringen Masse der Trennwand kürzer
Der Wirkungsgrad ist gut
Der Blasenspeicher ist frei von Hysterese
Großes mögliches Nennvolumen

Nachteile
Der Temperaturbereich ist beim Blasenspeicher beschränkt
Die Walkbeanspruchung der Blase ist hoch
Die Blase ist empfindlich
Es ist ggf. umständlich, die Verschleißteile bei diesem Speicher auszutauschen
V = 0,2 – 200 Liter
P max. = 500 bar

Membranspeicher

Vorteile
Die Reaktionszeit ist aufgrund der geringen Masse der Trennwand kürzer
Der Wirkungsgrad ist gut
Der Membranspeicher ist hysteresefrei
Die lange Lebensdauer des Speichers

Nachteile
Der Temperaturbereich ist beschränkt
Das Ölvolumen ist gering
Gegenüber bestimmten Flüssigkeiten zeigen sich die Membrane als empfindlich
Bei geschweißten Membranspeichern ist ein Austausch der Membrane nicht möglich

Membranspeicher von hydraulikverkauf.de

Alle Angaben ohne Gewähr!

 

Wasserverträglichkeit im Hydrauliksystem

Eine der häufigsten Gründe für den Zutritt von Wasser in eine Hydraulikanlage sind defekte Abstreifringe der Hydraulikzylinder oder aber ein defekter Wärmetauscher. Bei Anlagen, die im Freien eingesetzt werden, entsteht häufig Kondenswasser. Wird der Ölrücklauf stark herunter gekühlt, dann tritt an der Rohrwandung der Hydraulik-Anlage eine Kondenswasserbildung auf. Dieses kondensierte Wasser läuft z. B. in den Behälter, wenn dieser an der Durchführung des Rohrs / der Rohre nicht entsprechend gegen Wassereintritt abgedichtet ist.

Mögliche Erscheinungsformen

Gelöste Form: Hier erscheint es als eine Phase mit dem Hydrauliköl. Mit steigender Temperatur steigt auch das Wasserlöslichkeitsvermögen und bei der Abkühlung erfolgt die Abscheidung in kleinsten Tröpfchen.

Emulgierte Form: Die Stabilität der Emulsion ist abhängig von der Beimengung von Additiven, von Oxidationsprodukten, von der Feststoffverschmutzung, von Rost, von der Grenzflächenspannung sowie der Viskosität.

Freie Form: Hier erscheint es als separate Phase, wobei in diesem Fall bei Mineralöl Absetzungen am Boden entstehen und bei Phosphatestern sowie chlorierten Kohlenwasserstoffen die Absetzungen an der Oberfläche zu finden sind.

Die Folgen von Wassereintritt sind, dass …

  • das Hydraulik-Öl bei 0,05 % Wasseranteil unbrauchbar wird
  • auf dem Wälzlager ab 0,01 % ein negativer Einfluss sichtbar wird
  • das Hydrauliköl altert
  • sich die Schmier-Eigenschaften verschlechtern
  • Kavitationsgefahr aufgrund dessen besteht, dass der Dampfdruck des Wassers niedrig ist
  • Korrosionsgefahr besteht
  • die Dichtungen eine kürzere Lebensdauer aufweisen
  • die Filtrierbarkeit schlechter ist
  • die Oxidation des Betriebsmediums gefördert wird, wodurch sich Harze, Seifen und Säuren bilden können
  • die Leitfähigkeit erhöht ist
  • Wachstum von Mikroben entsteht

Der Eintritt von Wasser kann vermieden werden, indem bspw. …

  • ein geschlossener Tank inklusive Speicherblase installiert wird
  • zusätzlich ein Absorbtionstrockner eingesetzt wird
  • das im Tank kondensierte Wasser abgelassen wird
  • eine Zentrifuge zum Einsatz kommt

Alle Angaben ohne Gewähr!

Rückschlagventile

Rückschlagventil, entsperrbar

Entsperrbare Rückschlagventile haben im Grunde dieselbe Funktion wie konventionelle Rückschlagventile, d. h., der Flüssigkeitsstrom wird in einer Richtung gesperrt und in der anderen Richtung frei gegeben. Allerdings ist es für viele Anwendungen notwendig, diese Sperrung aufzuheben. Durch eine Beaufschlagung eines Steuerkolbens (Druck über Anschluss „X“) wird dies im entsperrbaren Rückschlagventil zusätzlich ermöglicht. Geöffnet wird das integrierte Rückschlagventil mechanisch.
Eingesetzt werden entsperrbare Rückschlagventile bspw. als Sicherung gegen das Absenken von Lasten bei Leitungsbrüchen, zur Absperrung von unter Druck stehenden Arbeitskreisen oder gegen die sog. Kriechbewegung von hydraulisch eingespannten Verbrauchern aufgrund einer Leckage der Wegeventile.
Damit der notwendige Aufsteuerdruck im Anschluss „X“ so gering wie möglich gehalten werden kann, wird die Steuerkolbenfläche groß dimensioniert: Sitzfläche : Steuerkolbenfläche ≈ 3 : 1 – 4 : 1 (Rohrventile 2 : 1).

Rückschlagventil, doppelt entsperrbar

Ein doppelt entsperrbares Rückschlagventil (i. d. R. als Zwischenplattenventil ausgeführt) vereint in einem Gerät zwei mechanisch gekoppelte, entsperrbare Rückschlagventile. Dies bewirkt, dass sich beide Anschlüsse des Verbrauchers leckagefrei einspannen lassen. Genauso wie beim einfach entsperrbaren Rückschlagentil sollten die Anschlüsse, die sich wegeventilseitig befinden, druckfrei sein. Damit ein sicheres und schnelles Schließen gewährleistet werden kann, werden in der Regel die Anschlüsse über die Wegeventil-Mittelstellung zum Tank entlastet.

Hydraulik-Rückschlagventil

Drosselrückschlagventil

 

 

 

 

 

 

 

Alle Angaben ohne Gewähr!

Proportional – Wegeventil

Mithilfe elektrischer Erregung von Proportionalmagneten kann der Steuerkolben eines Proportionalventils in beliebiger Lage zwischen Schaltstellungen positioniert werden.
Der Spalt zwischen den Steuerkanten des Ventilkolbens und Gehäuse wirkt dadurch als verstellbare Drossel. Da der Proportionalmagnet durch einen elektrischen Steuerstrom durchflossen wird, entsteht eine Magnetkraft, die den Steuerkolben gegen den Federdruck positioniert.

Häufig werden, da Reibungskräfte eine genaue Proportionalität zwischen Strom und Kolbenweg verfälschen können, zusätzlich induktive Wegaufnehmer für den Kolben verwendet.  Dadurch wird ein ventil-interner Lagerregelkreis aufgebaut.

Ein Proportional-Wegeventil verhält sich druck- und temperaturabhängig, dieses Verhalten kann durch den Einsatz von Druckwaagen verhindert werden. So bilden Wegeventil und Druckwage als Einheit ein Stromregelventil.

Beim Einsatz von Proportionalventilen sollten u. U. die Filter ausgetauscht werden. Lo-Com empfiehlt beim Einsatz von Propventilen eine Filtration auf 3 µm.

Alle Angaben ohne Gewähr!

Druckregelventile

Der ausgangsseitige Druck in „A“ wird von einem Druckregelventil, das auch Druckminderventil bzw. Druckreduzierventil genannt wird, konstant – dies unabhängig vom eingangsseitigen Druck.

Druckregelventile haben meistens die Aufgabe, einen hohen Zulaufdruck auf den notwendigen niedrigeren Druck am Ausgang „A“ zu reduzieren.  Benannt ist das 3-Wege-Druckregelventil nach den drei Arbeitsanschlüssen: „ P“, „A“ sowie „T“.

Grundstellung: P → A geöffnet und T geschlossen
Schaltstellung: Alle drei Anschlüsse gesperrt
Druckbegrenzung: P gesperrt und A → T geöffnet

Sobald der eingestellte Druck am Verbraucheranschluss „ A“ erreicht ist, kann die Verbindung „P“ → „A“ geschlossen werden.
Das Dreiwegedruckregelventil weist übrigens zusätzlich eine Druckbegrenzungsfunktion auf.
Sobald der Druck in Anschluss „A“ über den an der Feder eingestellten Wert steigt, öffnet das Ventil von „A“ zum Tankanschluss „T“. Äußere Einflüsse wie bspw. Last am Hydraulikzylinder, die Leckage des Ventils, Druckspitzen oder die Erwärmung des Öls sind hierfür meistens die Auslöser.
Vorteilhaft bei dieser Überdruckabsicherung ist die sofortige Reaktion des Druckregelventils auf das Herunterdrehen der Druckeinstellung an der Feder.
Der Druck, der in Anschluss „A“ geregelt werden muss, wirkt ständig auf die Stirnfläche des Kolbens und dadurch der Feder entgegen. Je nach wirkenden Kräften wird dann der Kolben verschoben.
Da bei einem Druckregelventil ständig eine geringe Menge Hydraulik-Öl von „P“ nach „A“ sowie „T“ fließt, ist dieses Ventil nicht frei von Leckage. Dadurch besteht, dass sich  und Schmutzpartikel einklemmen und den Regelkolben sogar verkeilen. Daher ist ein Druckregelventil im Vergleich, z. B. zu einem Druckbegrenzungsventil, verhältnismäßig empfindlich gegenüber Verschmutzungen.

 

Alle Angaben ohne Gewähr!

Hydraulik – Druckübersetzer

Immer dann, wenn in einem bestimmten Bereich eines Hydrosystems die Ölsäule mit wesentlich höherem Druck vorgespannt werden soll als es der zur Verfügung stehende Primärdruck eigentlich erlaubt, kommen Druckübersetzer zum Einsatz.

Der Druckübersetzer ermöglicht bei einem Übersetzungsverhältnis von z. B. 1 : 4 gute Systemlösungen für einen Primärdruck von bspw. bis zu 125 bar. Damit der Hochdruckbereich schnell befüllt und rasch dekomprimiert werden kann, flanscht man ein entsperrbares Rückschlagventil unter dem Druckübersetzer.

Wesentliche Funktionsteile eines Druckübersetzers stellen der Übersetzerkolben, der Wippmechanismus, der Wegeventilschieber mit Raste, 4 Rückschlagventile (zur Abtrennung des Niederdruckkreises vom Hochdruckbereich) und das Rückschlagventil in der Tankbohrung (zur Abschottung des Tankbereichs gegen den Primärdruck) dar.

Die Arbeitsfunktion des Druckübersetzers beginnt, sobald der Hochdruckbereich mit dem Druckmedium gefüllt ist. Aufgrund des Flächenverhältnisses bewegt der Niederdruck den Übersetzungskolben und die im Hochdruckbereich stehende Ölsäule wird bewegt. Der Wippmechanismus am Hubende des Übersetzerkolben schaltet den Wegeventilschieber in eine gekreuzte Schaltstellung und aus dem Kolbenstangenraum pumpt der Übersetzerkolben das Hydrauliköl in den Hochdruckbereich. Solange, bis das dem Flächenverhältnis entsprechende Druckverhältnis zu einem Kraftausgleich am Übersetzerkolben führt, wird dieser Vorgang wiederholt. Beginnt der Hochdruck bspw. aufgrund einer externen Leckage zu sinken (hier muss die Förderkennlinie beachtet werden), dann schaltet sich der Druckübersetzer selbständig ab und auch sofort wieder ein. Im Übrigen ist die Schaltgeschwindigkeit des Ventilschiebers abhängig von der Verfahrgeschwindigkeit des Übersetzerkolben.

Alle Angaben ohne Gewähr!

Drossel – Drosselventil

Die Drossel, die der Gruppe der Stromventile zugeordnet ist, beeinflusst durch Veränderung des Durchflussquerschnitts den Volumenstrom und somit die Geschwindigkeit der Kolbenstange bzw. die Drehgeschwindigkeit des Hydraulikmotors. Dabei ist die Durchflussrichtung frei wählbar.
Vergrößert bzw. verkleinert wird der ringförmige Querschnitt durch das Drehen der Drosselschraube. Eine am Griff evtl. angebrachte Skala ermöglicht es, dass die Einstellung reproduzierbar ist.
In der Drossel ist der Volumenstrom abhängig vom Querschnitt derselben, von der wirksamen Druckdifferenz sowie von der Viskosität des eingesetzten Öls.
Steigt die Last am Verbraucher, dann steigt auch der Druck im Ablauf der Drossel, wodurch sich die Druckdifferenz verringert, der Volumenstrom sinkt und der Verbraucher langsamer wird.
Eingesetzt werden Drosseln bei konstantem Arbeitswiderstand oder, wenn Schwankungen am Verbraucher bedeutungslos sind. Im Übrigen wird die Geschwindigkeit des Verbrauchers auch durch die Viskosität des eingesetzten Öls beeinflusst. Besonders stark wirkt sich ein Viskositätsunterschied an solchen Stellen aus, an denen die verwendete Hydraulikflüssigkeit schnell fließt. Dies ist z. B. in Drosseln der Fall. Durch eine geeignete Gestaltung der Drossel lässt sich dieser Einfluss minimieren, d. h., die Drosselstrecke sollte so kurz wie nur möglich sein. Man spricht übrigens dann von einer Blende, wenn die Länge der Querschnittsverengung um ein Wesentliches kleiner ist als der Durchmesser.
Eine Drossel stellt abhängig vom Drosselquerschnitt und der Volumenstromhöhe einen Widerstand dar. Beruhend auf der Teilung des Pumpenförderstroms ist die Beeinflussung der Höhe des Volumenstroms und somit der Geschwindigkeit des Verbrauchers. Umso höher also der Widerstand der Drossel ist, umso mehr von der Konstantpumpe gefördertes Hydrauliköl fließt dann über das DBV zum Behälter zurück. Bei eingesetzten Regelpumpen wird überflüssiger Volumenstrom entsprechend verringert.

Drosselventil

Alle Angaben ohne Gewähr!

 

Proportionalwegeventile

Verwendet werden Proportionalventile in Steuerketten von mittlerer Genauigkeit und Schnelligkeit. Hier sind Ventil-Hub-Zeiten von 40 – 60 ms möglich. Reduzierungen lässt sich diese Stellzeit auf ~ 20 – 30 ms durch eine Übererregung der Magnete beim Einschalten. Um diese Stellzeit noch weiter zu verringern, muss auf Magnete als Stellglieder verzichtet werden. Ventile mit einer Stellzeit weit unter 10 ms werden durch Piezzokristalle betätigt und bei noch höheren Anforderungen verwendet man sog. Servoventile.

Positioniert werden kann der Steuerkolben des Proportionalwegeventils in einer beliebigen Lage zwischen den Schaltstellungen durch einen Magneten (Proportionalmagnet), welcher elektrisch erregt wird. Somit wirkt der Spalt zwischen den Ventilkolben-Steuerkanten und Gehäuse wie eine verstellbare Drossel. Häufig nutzt man zusätzlich auch induktive Wegeaufnehmer für den Kolben, da Reibungskräfte eine genaue Proportionalität zwischen Strom und Kolbenweg verfälschen können. Dadurch baut sich im Ventil intern ein Lagerregelkreis auf.

Ein Proportional-Wegeventil verhält sich druck- sowie temperaturabhängig, weil an den Steuerkantenspalten Drosseln entstehen. Verhindert werden kann dieses Verhalten durch den Einsatz von Druckwaagen, wobei dann Ventil und Druckwaage als Einheit ein Stromregelventil bilden.

Proportioalwegeventil mit drucklosem Umlauf in Grundstellung ohne Stellungsüberwachung

Proportioalwegeventil mit drucklosem Umlauf in Grundstellung

Alle Angaben ohne Gewähr!

 

 

 

Druckbegrenzungsventil (Hydraulikventil)

Druckbegrenzungsventile

Das Druckbegrenzungsventil wird in Hydrosystem hauptsächlich zur Absicherung des Systemdrucks eingesetzt.

Angeordnet wird das DBV im Nebenstrom und seine Aufgabe ist es, den Systemdruck auf einen Maximalwert zu begrenzen. Sobald dieser Druck im System erreicht wird, macht das Druckbegrenzungsventil auf und der überschüssige Volumenstrom kann zum Behälter abfließen.

Der Eingangsdruck wird bei allen Druckbegrenzungsventilen auf eine Messfläche (entsprechend der Bauart entweder ein Kegel oder ein Kolben) geleitet, auf die dann die Kraft wirkt.

Entgegen der Öffnungskraft wirkt die Federkraft schließend. Berücksichtigt werden muss der Druck im Federraum, welcher auch schließend auf die Messfläche wirkt. Das Druckbegrenzungsventil bleibt solange geschlossen, wie die Federkraft größer als die öffnend wirkende Druckkraft ist.

Aus der Differenz zwischen Pumpen-Volumenstrom und Verbraucher-Volumenstrom ergibt sich die Höhe des Volumenstroms über das DBV. Der nicht vom Verbraucher benötigte Volumenstrom fließt zum Behälter zurück.

Die Bauart eines Druckbegrenzungsventil kann ein Sitzventil oder Kolbenventil sein, die Art der Ansteuerung entweder direkt oder vorgesteuert.

Ein Sitzventil besteht hauptsächlich aus Kegel und Sitz, wobei diese Kombination frei von Leckage ist und bei einem Druckanstieg schnell anspricht. Allerdings neigt dieses Ventil wegen der großen Durchflussverstärkung zu instabilem Verhalten und sollte aufgrund dessen gedämpft werden.

Kolbenventile dagegen neigen eher zur Leckage und sind bei ansteigendem Druck wegen höherer Masse und Überdeckung eher träge, weshalb es hier zu Druckspitzen kommen kann. Eine bessere Steuerungsfähigkeit und geringe Anfälligkeit für Schwingungen kann über Kerben im Kolben erreicht werden.

DBV’s neigen zur Übersteuerung, da sie sich bei starkem Druckanstieg zu langsam öffnen, was Druckspitzen verursacht. Das Druckbegrenzungsventil gerät ins „Flattern“, weil das zu weit öffnende Schließelement einen Druckeinbruch bewirkt. Durch Dämpfung kann dies vermindert werden – oder aber man löst diese Problematik durch ein Drosselrückschlagventil und dämpft das Schließen über die Drossel.

Eingesetzt wird ein Druckbegrenzungsventil

- als Sicherheitsventil

- als Vorspannventil zur Verhinderung sog. Stick-Slip-Effekte

- als Lasthalteventil zur Vermeidung von ruckartigem Ausfahren des Zylinders bei plötzlichem Nachlassen von Last

- um einen bestimmten einstellbaren Gegendruck in der Ausflussleitung eines Zylinders zu erreichen

 

Hydraulisches Druckbegrenzungsventil

DBV (Lo-Com Hydraulikshop)

Alle Angaben ohne Gewähr!